Amazon S3: Alles Wissenswerte über den Speicherdienst von Amazon

Amazon S3, also der Speicherdienst von Amazon Web Services, wurde 2006 in den Vereinigten Staaten und ein Jahr später in Europa eingeführt. Nun ist er eine weltweite Referenz für Datenspeicherung im Internet. Er wird von vielen Unternehmen aller Branchen zum Hosten von Websites und mobilen Anwendungen sowie zum Archivieren, Backups und Wiederherstellung von Daten verwendet. Amazon S3 unterstützt auch den Betrieb von Unternehmensanwendungen und IoT-Geräten.

Wie funktioniert AWS S3?

Amazon Simple Storage funktioniert über zwei Hauptkomponenten: Buckets und Objekte.

Amazon S3 definiert ein Objekt als eine Datendatei. Es kann sich also um jede beliebige Datendatei handeln: Dokumente, Fotos oder auch Videos. Um diese Objekte zu identifizieren, verknüpft AWS sie mit einem eindeutigen Schlüssel. Dadurch können sie innerhalb der S3-Umgebung unterschieden werden. Jedes Objekt kann eine maximale Größe zwischen 0 und 5 Terabyte erreichen. Das größte Objekt, das Du mit einem einzigen Befehl hochladen kannst, ist 5 GB groß. Wenn Du große Objekte hochladen möchtest, kannst Du den partitionierten Upload anwenden. Damit kannst Du ein einzelnes Objekt als zusammengehörige Teile hochladen. Wenn also die Übertragung eines Teils fehlschlägt, kannst Du diesen Teil erneut übertragen, ohne, dass sich dies auf die anderen Teile auswirkt.

Die Objekte werden in sogenannten „Buckets“ gespeichert. Es ist also möglich, mehrere Objekte herunterzuladen, die sich in einem Bucket befinden. Ein Bucket kann eine unbegrenzte Anzahl von Objekten enthalten. Jedes AWS-Konto kann nur maximal 100 Buckets verwenden. Beim Erstellen eines Buckets kannst Du auch die Region auswählen, in der er gespeichert werden soll. Die Wahl einer Region in der Nähe des eigenen Standorts verringert die Bearbeitungszeit und die Nutzungskosten.

Die AWS S3-Managementkonsole ist eine Plattform, mit der Du Deine Objekte und Buckets einfach verwalten kannst. Diese Plattform ist über das Web zugänglich. Damit kannst Du einen Bucket erstellen, konfigurieren und verwalten sowie Objekte hochladen und verwalten, die Du speichern möchtest. Diese Speicherung wird nach einer logischen Hierarchie organisiert, die auf Präfixen von Schlüsselwörtern basiert und das Auffinden von Dateien erleichtert.

Was sind die Vorteile von AWS S3?

Heute ist AWS der Cloud Leader, denn sein Hauptspeicherdienst ist besonders leistungsfähig. Die Wahl eines Cloud-Anbieters hängt davon ab, wie man ihn nutzt. AWS Simple Storage verfügt nämlich über eine Reihe von Vorteilen.

  • Sicherheit: Die Buckets von Amazon S3 können nur von dem Konto verwendet werden, das sie erstellt hat (es sei denn, Du hast einem anderen Konto die Erlaubnis dazu erteilt). Du darfst Zugriffsberechtigungen für jede Datei, jedes Bucket oder über eine IAM-Richtlinie (identitätsbasierte Richtlinie) festlegen. Diese Richtlinie bietet eine umfassende Kontrolle darüber, wie auf Daten zugegriffen wird. Diese Maßnahmen garantieren, dass Deine Daten sicher sind und dass sie nur für berechtigte Personen verfügbar sind.
  • Ständige Verfügbarkeit: Auf Amazon S3 haben alle Nutzer und Nutzerinnen Zugang zu einer zuverlässigen und schnellen Infrastruktur zur Datenspeicherung. Die AWS-Cloud deckt 84 Verfügbarkeitszonen in 26 geografischen Regionen weltweit ab. S3-Objekte werden automatisch auf mehreren Servern dupliziert, wodurch das Risiko eines Ausfalls auf ein Minimum reduziert wird. AWS gibt seinen S3-Dienst übrigens als zu 99,99% zuverlässig an.
  • Eine kostengünstige Speicherlösung: Das Besondere an Amazon S3 ist nämlich, dass Du nur für die Daten bezahlst, die Du nutzst. Dies führt zu besonders günstigen Kosten, die umgerechnet 0,022 $/GB und ca. 0,0125 $/GB bei seltenem Zugriff betragen. Du darfst auch Richtlinien festlegen, um Daten automatisch in einen Bucket zu migrieren, auf den Du nicht häufig zugreifst. Dies senkt die Kosten weiter, da Amazon Glacier, das speziell für die Datenarchivierung entwickelt wurde, noch billiger ist (ca. 0,004 $ / GB).
  • Einfache Migration: Amazon S3 bietet mehrere Optionen in Bezug auf die Datenmigration (rsync, S3-Kommandozeilenschnittstelle und Glacier-Kommandozeilenschnittstelle). Sie senken die Nutzungskosten und ermöglichen es, große Mengen einfach auf Amazon S3 zu übertragen oder herunterzuladen.
  • Einfache Verwaltung: Amazon S3 verfügt über ein benutzerfreundliches Webinterface und automatisiert die üblichen Aufgaben in Bezug auf Sicherheit, Optimierung der Datenspeicherklassen und Organisation des Datentransfers. Auf Amazon S3 kann der Benutzer / die Benutzerin den Lebenszyklus der Daten selbst definieren, ihre Replikationsregeln festlegen und ein individuelles Inventar einrichten. Der Speicherdienst von Amazon ermöglicht auch die Konfiguration von Abfragemetriken und die Analyse von Speicherklassen mit zahlreichen Filtern, um einen besseren Überblick über Deinen Speicher zu erhalten und Daten oder Informationen leichter zu finden.

Wenn Du Dich für AWS und Amazon S3 entscheidest, entscheidest Du Dich also auch für einen zuverlässigen, kostengünstigen und benutzerfreundlichen Dienst. Dieses Modell ist für eine Vielzahl von Cloud-Nutzungen interessant, insbesondere wenn Du viele Dateien archiviert hast und nur einen Teil Deiner gespeicherten Informationen häufig nutzst.

Wie richte ich eine Verbindung zu Amazon S3 ein?

Erstens musst Du ein AWS-Konto einrichten.

Dir werden keine Kosten in Rechnung gestellt, solange Du AWS nicht nutzst und keine Dateien speicherst. Mit Deinem Konto kannst Du die AWS-Umgebung kostenlos kennenlernen. Wie bereits erwähnt, wird in Amazon S3 jedes Objekt in einem Kompartiment gespeichert. Sobald Du dieses Fach erstellt hast, kannst Du also Objekte darin ablegen und mit der Nutzung von Simple Service Storage beginnen, dem vereinfachten Cloud-Dienst, den Amazon Web Services anbietet.

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